„Das war einfach nur asozial“
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Transferverhandlungen können zäh, langwierig und voller Stolpersteine sein. Profis wollen ihren Wechsel zu ihrem Wunschklub mitunter erzwingen und nehmen dafür reichlich Ärger mit ihrem aktuellen Arbeitgeber in Kauf, verspielen Kredit bei den Fans oder sorgen bei ihren Vorgesetzten für Verwunderung. Transfermarkt blickt auf Transfers der Vergangenheit, die von lauten Nebengeräuschen geprägt waren. Diesmal im Fokus: Albert Streits unrühmliches Kapitel beim FC Schalke 04.
„Albert Streit verkörpert alles Schlechte im Fußball. Oder ist er auch Opfer?“, schrieb das Portal „Spox“ im Sommer 2011. Und fasste damit die zumeist negativen Emotionen in Verbindung mit dem Profi treffend zusammen. Der in Bukarest geborene Profi lief für den 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, den FC Schalke 04, Hamburger SV und VfL Wolfsburg 118-mal in der Bundesliga auf. Gerade bei den Königsblauen lief für Streit nichts zusammen, sodass die endgültige Trennung im November 2011 sich für alle Beteiligten als Befreiung erwies. „Schalke wird Streit los“, verkündete der „Spiegel“. Transfermarkt rekonstruiert den heftigen und jahrelangen Konflikt zwischen Streit und dem S04.
Am 12. November 2007 vermeldeten die Knappen den 27-Jährigen zunächst als ersten Neuzugang für die Saison 2008/09, im Dezember wurde der Transfer für 2,5 Millionen Euro Ablöse auf den Winter vorgezogen, obwohl der Profi zunächst eine Außenmeniskus-Verletzung mit Operation auskurieren musste. „Er ist mit seinen Flanken und Freistößen einer der besten Vorbereiter der Bundesliga. Dazu ist er schnell, technisch stark und macht viel Druck im offensiven Bereich“, freute sich Trainer Mirko Slomka auf Streit, der bis Juni 2012 unterschrieb und etwa 2,2 Mio. Euro im Jahr kassieren sollte. „Zu einem solchen Topklub zu wechseln, ist der nächste Schritt nach vorn in meiner Karriere. Deswegen ist mir die Entscheidung für Schalke leichtgefallen“, meinte der damalige Frankfurter Profi, der seinen Transfer nach Gelsenkirchen schon im Sommer 2007 angekündigt hatte, was aber noch an der Ablösesumme gescheitert war. „Ich habe die Eintracht immer als Zwischenstation gesehen“, erklärte Streit der „FAZ“ nach seiner Ankunft auf Schalke.
Bei „Bild“ meinte er zu seiner Unterschrift: „Das ist wohl der wichtigste Vertrag in meiner Karriere. Da stimmt alles.“ Das Frankfurter Angebot zur Verlängerung habe er abgelehnt, „weil Schalke mir vier Jahre Laufzeit gegeben hat. Eintracht nicht. Und ich bekomme bei den Königsblauen auch etwas mehr Geld. Außerdem habe ich mit Schalke die größere Chance, vielleicht doch noch für die Nationalmannschaft nominiert zu werden.“ Der Plan ist nicht aufgegangen – ganz im Gegenteil. In der Rückrunde 2007/08 stand Streit nur fünfmal in der Startelf. Immerhin legte er in nur 540 Spielminuten drei Treffer auf. Reichte dem Rechtsaußen aber überhaupt nicht. „Ich schaue mir das jetzt noch ein paar Wochen mit an, und wenn sich dann nichts ändert, muss man sich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden“, sagte Streit der „Frankfurter Rundschau“. „Es läuft hier alles ein bisschen komisch, sehr komisch sogar. Die Situation ist unbefriedigend und ungewohnt.“ Trainer Slomka habe sich nur einmal mit ihm ausgetauscht. „Ich saß noch nie so lange draußen, bei keinem Verein. Das ist ungewohnt und eine neue Erfahrung für mich. Ich habe mir das alles ganz, ganz anders vorgestellt.“
Albert Streit im Trikot der deutschen Perspektivauswahl „Team 2006“
Mit Rutten & Rangnick
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Weshalb er zunächst ruhig bleiben wolle: S04 habe so viele Probleme, „da bin ich das kleinste“. Der Revierklub entließ Slomka im Frühjahr und beendete die Saison unter Interimslösung Mike Büskens auf Platz 3. Fred Rutten übernahm im Juli 2008 das Kommando – für Streit besserte sich: nichts. Fünf Partien über 213 Minuten in jener Saison sprechen Bände. „Wenn man zehn Pflichtspiele nur auf der Bank oder Tribüne war, weiß man, woran man ist“, sagte Streit, der zwei Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft als „Strafe“ empfand, im September dem „Kicker“. Dass Rutten und Manager Andreas Müller hinter ihm standen, nahm er nicht als Hilfe wahr. „Hohe Wertschätzung und keine Spielzeit, da passt was nicht.“ Müller reagierte nicht amüsiert: „Er ist hier unter Vertrag, und ich verlange von ihm, dass er sich hundertprozentig mit dem Verein identifiziert.“ Eigeninteressen hätten hintenanzustehen. „Das gilt nicht nur für ihn, sondern für alle unsere Spieler.“
„War geschockt“: Schalke schickt Trio um Streit zur zweiten Mannschaft
Streit wurde im Winter genau wie Peter Løvenkrands und Carlos Grossmüller in die zweite Mannschaft degradiert, musste seinen Spind freiräumen. „Ich war geschockt. Ich habe nichts getan und nichts verbrochen, nur meine Arbeit gemacht. (…) Ich darf mich nicht mal mehr in der Kabine umziehen. Das ist verdammt hart. (…) Ich habe jetzt in meinem Urlaub den Trainingsplan durchgezogen, ich habe sogar mehr gemacht, als ich hätte machen sollen. Und dann werde ich so abserviert. Das ist der Hammer“, sagte der Profi der „Frankfurter Rundschau“ in einem denkwürdigen Interview. „Ich habe mich vom ersten Tag unwohl gefühlt. Ich hatte nie Rückendeckung, ich habe nie Vertrauen gespürt. Dabei wollten die Schalker mich unbedingt haben vor einem Jahr, da haben sie mich ständig angerufen und mir alle möglichen Sachen versprochen. (…) Als ich dann da war, wurde ich vom ersten Trainingstag an das Gefühl nicht los, dass sie mich eigentlich gar nicht haben wollten. Das ist nur schwer zu verstehen. Aber ich bin auf Schalke immer nur links liegen gelassen worden. (…) Eines steht mal fest: Auf Schalke ist mir der Spaß am Fußball vergangen.“
Die Situation war völlig verfahren. Zu einem Klub mit geringeren Bezügen wechseln? Keine Option. „Ich bekomme hier noch dreieinhalb Jahre sehr gutes Geld. Mir und meiner Familie geht es sehr gut. (…) Ich werde ganz sicher nicht für die Hälfte meines jetzigen Gehalts woanders spielen. Das kommt nicht in Frage. Ich würde vielleicht leichte Abstriche machen, aber ganz sicher keine extremen. Ich habe hier eine garantierte Summe, die mir zusteht, mit der ich gerechnet habe und die ich monatlich überwiesen bekomme.“ Das Abzocker-Image war in Stein gemeißelt. Die „Bild“ fragte: „Kassiert der Schalke-Stinkstiefel jetzt 7 Millionen fürs Nichtstun?“ Gegen den Knappen-Trainer nagelte Streit: „Rutten ist feige. Die Schuldigen stehen auf dem Platz. Aber an die großen Stars traut er sich nicht ran!“ Bei der „FR“ beklagte Streit: „Er hat mich im Training nur angeschrien und kritisiert.“
Das Echo des Niederländers fiel deutlich aus: „Ich würde den Besten nicht aus der Mannschaft nehmen, selbst wenn es ein Arschloch wäre. Aber wir sprechen hier nicht über Maradona – über den könnte ich stundenlang reden.“ Manager Müller wollte Streit trotz der Eskalation nicht verschenken. Angesprochen auf die Aussage des Sportchefs, S04 könne nur Spieler gebrauchen, die nicht mit dem Kopf woanders seien, erklärte Streitfall Streit: „Ich habe mich nie hängenlassen. Außerdem hätten sie mich dann schon im Sommer aussortieren müssen. Denn da habe ich um meine Freigabe gebeten.“ Er hatte demnach ein gutes Angebot vorliegen, für S04 sei sogar eine Ablöse drin gewesen. „Aber damals wollten sie mich nicht weglassen. Das konnte ich nicht nachvollziehen.“
Es ist alles korrekt gelaufen, wir haben niemanden verarscht.
Spielerberater Klaus Gerster sondierte den Markt. Als Last-Minute-Deal wurde Streit mit Kaufoption zum Hamburger SV verliehen, nachdem gegen 17 Uhr Uhr ein Wechsel zu Hannover 96 näher gerückt war. Gegen 22:30 Uhr soll Dieter Hecking, Trainer der Niedersachsen, eine SMS erhalten haben, in der um Verständnis für Streits Kehrtwende gebeten wurde, schließlich gehe es auch um den Faktor Geld. „Das ist komisch gelaufen, das hat Geschmäckle“, kritisierte Hecking. Sah Streit anders: „Es ist alles korrekt gelaufen, wir haben niemanden verarscht. Mit 96 war nichts klar, es hat einiges gefehlt.“ Er wolle Hannover nicht zu nahe treten, „aber das ist eine andere Welt“. Bis Saisonende standen zehn HSV-Einsätze über 383 Minuten zu Buche. Kein Tor, keine Vorlage. Dafür eine handfeste Auseinandersetzung im Training mit Jérôme Boateng, der vorläufig vom Training suspendiert wurde. Das Kapitel Hamburg endete, anders als von Streit erhofft, nach einem halben Jahr.
Schalke-Boss Magath rasiert Streit und versteht Ärger der Fans
Und Schalke? Trennte sich von Rutten, lief erneut mit Büskens ins Ziel – aber nur als Tabellenachter. Im Sommer übernahm Felix Magath die Macht bei den „Knappen“ als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied. Keine guten Voraussetzungen für Rückkehrer Streit, den Magath bis zum Deadline Day abgeben wollte. Angebote blieben aus, also schuf der Disziplinfanatiker Anfang September 2009 Fakten. „Ich habe Albert Streit mitgeteilt, dass er nicht mehr zum Training kommen muss. Es ist zwar nichts vorgefallen, aber ich brauche Spieler, die an die Leistungsgrenze gehen. Albert hat so viel getan, wie er es für richtig hielt. Er hat sich fit gehalten – mehr aber nicht.“ Nicht einmal bei der zweiten Mannschaft durfte sich Streit fithalten. Ohne den Namen des Profis in den Mund zu nehmen, hatte Magath schon während der Sommer-Vorbereitung kundgetan: „Wenn einer nur schnell wird, wenn es ans kalte Buffet geht, reicht das sicher nicht.”
Im März 2011 sagte Streit in „Sport Bild“ über dieses Vorgehen: „Vor dem Trainer Magath habe ich großen Respekt. Aber charakterlich ist er unterste Schublade. (…) Ich hoffe, dass ich diesen Menschen nie wiedersehe. Dieser Mann hat meine Karriere kaputt gemacht. Durch ihn bin ich in eine Schublade geraten, aus der ich nicht mehr rauskommen werde.“ Magath habe ihm mit Kündigung gedroht. „Ich bin fast zwei Jahre zum Amateurtraining gefahren und hatte täglich Angst vor dem Rauswurf. Was da monatelang passierte, war unangemessen und völlig daneben.“
Sommer-Vorbereitung 2009 bei Schalke: Trainer Felix Magath hat Albert Streit (r.) im Blick
Rückblick auf den Spätsommer 2009: Während eines Amateurspiels wurde Streit von Fans wüst beschimpft und sogar bespuckt. „Das war einfach nur asozial. Ich wurde behandelt wie ein Verbrecher, wie ein Krimineller. Hurensohn war das harmloseste Wort“, kommentierte der Leidtragende. „Damit muss ich leben. Dafür werde ich bezahlt. Aber natürlich muss ich das Ganze jetzt erst einmal verarbeiten.“ Später sagte Streit der „WAZ“ einmal: „Was mir auf Schalke für ein Hass entgegengebracht wurde, war extrem.“ Magaths damalige Reaktion in der „Welt“: „Einen Spieler zu bespucken, ist natürlich nicht in Ordnung, aber der Ärger der Fans ist verständlich.“ Das müsse der Spieler aushalten. Denn: „Streit hat durch seine Äußerungen, seinen Vertrag zur Not aussitzen zu wollen, den Unmut auf sich gezogen. So etwas kann nicht sein. Was nun passiert ist, muss er selbst verantworten. Er hat sich ungeschickt verhalten und geäußert und die Fans auf die Palme gebracht.“ Trotzdem öffnete er dem aussortierten Offensivmann einen Türspalt: „Von meiner Seite aus gibt es immer einen Weg zurück. Das Thema ist erst dann erledigt, wenn der Spieler sich nicht ändert.“ Streit äußerte sich dazu im Januar 2012 bei „Bild“: „Beim ersten Spiel für die Amateure wollten mich die Zuschauer anpinkeln und bespucken. Das war unfassbar. Doch der Verein zeigte sogar noch Verständnis für die Fans.“ Auch seine Frau habe unter diesen Zuständen gelitten. „Wenn du in Gelsenkirchen unterwegs bist und 10 Leute wollen dir plötzlich auf die Fresse hauen oder dir fahren Fans nach, um herauszufinden, wo du wohnst – das war fürchterlich.“
Streit arrangierte sich mit der viertklassigen Regionalliga und machte dort bis zu seinem Ende bei den „Knappen“ 26 Spiele. Unter Trainer Michael Boris habe er den Spaß am Fußball wiedergefunden. Das letzte Mal stand Streit am 5. November 2010 im Schalker Trikot auf dem Platz, die Zweite verlor 0:1 in Lotte. Boris sei eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel zu ihm gekommen. „Die Vereinsführung hätte ihm verboten, mich zum Kapitän zu machen und etwas Positives über mich in der Öffentlichkeit zu sagen. Sonst müsste er die Koffer packen“, berichtete der aussortierte Profi bei „Spox“ von einem Austausch.
Beleidigungen und unerlaubtes Interview: Streit und Schalke vor Gericht
Im November 2009 klagte Streit eine Prämie von Schalke ein. Vor Gericht ging es auch um ein nicht abgesprochenes „Sport Bild“-Interview des nur noch geduldeten Fußballers aus dem September, er ging juristisch gegen die Geldstrafe in Höhe von 26.600 Euro und die damit einhergehende Abmahnung vor. „Was soll denn das für ein Grundrecht auf Meinungsfreiheit sein, wenn es in der Frage gipfelt: ‚Darf ich mal was sagen?‘“, argumentierte Streits Anwalt Horst Kletke. Der Geschasste verpasste sich im Anschluss selbst einen Maulkorb und gab keine Interviews mehr. Berater Klaus Gerster erkannte eine „Hetzkampagne“ der Boulevardmedien. „Seinen Ruf wird er nicht mehr los. Den wird er nicht mehr ändern können.“ Streits Marktwert, der Anfang 2008 bei 5,5 Mio. Euro gelegen hatte, rauschte in den Keller auf unter eine Million Euro.
September 2009: Albert Streits Alltag als ungewollter Schalke-Profi in der Regionalliga
August 2011: Schalke wurde nach der Vize-Meisterschaft 2009/10 unter Magath im Folgejahr nur 14. Der Trainer hieß inzwischen (wieder) Ralf Rangnick, auch er hatte für Edelreservist Streit keine Verwendung. Das Fass lief komplett über. Schalke-Vorstand Horst Heldt erklärte der „Bild“: „Wir haben das Arbeitsverhältnis mit Streit sofort und fristlos beendet. Ein Mitarbeiter hat ihm die Kündigung auf der Geschäftsstelle übergeben. Ein Vorfall in den letzten Tagen – auf den ich aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht weiter eingehen möchte – war ausschlaggebend.“ Dem Blatt zufolge soll Streit im Training der Amateure ausgerastet sein, Trainer Bernhard Trares und Teamkollegen beleidigt haben. Die dritte Abmahnung war eine zu viel, er erhielt am 23. August seine Papiere. Streit sagte nichts und verwies auf seinen Anwalt.
Während des Gerichtsverfahrens kamen schmutzige Details ans Licht. „F… dich. Ich bin über 30 Jahre alt. Ich trage keine Tore mehr weg“, lauteten nach Angaben der juristischen Klub-Vertretung angeblich Streits Worte in Richtung Trares. Streit klagte auf die ihm bis zu seinem Vertragsende zustehende Summe in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Spieleranwalt Kletke teilte mit, dass der umstrittene Fußballer nie solche Worte benutzt habe, auch der Spieler stritt das Jahre später vehement ab. Im November folgte die Einigung. Der bis 2012 gültige Vertrag Streits wurde zum 31. Dezember aufgelöst. Der Profi kassierte angeblich 865.000 Euro Abfindung. „Wir sind mit dem wirtschaftlichen Ergebnis zufrieden“, meinte Kletke, nachdem beide Seiten „mit großen Schritten aufeinander zugegangen“ waren. Schalke sparte laut „Bild“-Rechnung 635.000 Euro an Gehalt. „Endlich ist die Sache vom Tisch und das Kapitel erledigt“, atmete Heldt durch. Sah auch Streit so: „Ich bin froh, dass diese für mich sehr schwierige Zeit vorbei ist. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Wahrheit sage.“ Streit dachte öffentlich übers Aufhören nach, hatte sich mit seiner Familie in Köln niedergelassen. Der frühere Junioren-Nationalspieler landete im Anschluss bei Alemannia Aachen, Fortuna Köln und Viktoria Köln, ehe er seine Fußballschuhe 2014 an den Nagel hängte.
„Es ist kein Wunder, dass die Vereine vorsichtig sind nach allem, was passiert ist. So, wie man in den Wald ruft, kommt es auch zurück. Er hätte in einigen Situationen noch einmal nachdenken oder sich nicht provozieren lassen sollen. Jetzt muss er mit seinem Ruf leben“, konstatierte Ex-Teamkollege Christoph Preuß (46 gemeinsame Spiele) im Juni 2011 bei „Spox“. Und Streit? Der blickte im „11Freunde“-Interview anlässlich seines 40. Geburtstages im Frühjahr 2020 zurück: „Im Nachhinein wäre es sicher schlauer gewesen, meine Gedanken nicht immer auf der Zunge zu tragen. Ich habe oft Dinge ausgesprochen, die andere nur gedacht haben.“ Die Zeit nach der Aussage zum Vertrag seines Lebens war die „schwierigste in meinem Leben“. Die fristlose Kündigung auf Schalke habe er überhaupt nicht kommen sehen, als er zum Manager zitiert wurde. „Ich dachte, es ginge vielleicht um ein neues Angebot. Aber Heldt teilte mir nur mit, dass ich freigestellt sei.“ Erkenntnis von Streit, der Schalke 2024 bei der „WAZ“ als „Riesen-Missverständnis“ bezeichnete: „Ich weiß es nicht, wahrscheinlich ziehe ich den Ärger auch an.“ Sein Urteil 2021 bei „Sport Bild“ lautete: „Das Image war mir immer egal, selbst wenn ich als meistgehasster Profi dargestellt wurde. Ich wollte nie Publikumsliebling sein.“
Hinweis: Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt erstmals im November 2025 und wurde nun noch einmal veröffentlicht.
Transfertheater: Alle bisherigen Teile auf einen Blick
Preuzeto uz navođenje izvora: www.transfermarkt.de



